ZKSK Schul- und Therapiezentrum, Solothurn

offener Projektwettbewerb, 3. Preis

2011

Bauherrschaft: Kanton Solothurn
Programm: Schul- und Therapiezentrum
GF SIA 416: 7'800 m2
GV SIA 416: 29'000 m3
HNF SIA 416: 2'800m2
Kosten BKP 1-9: k.A.

ZKSK Schul- und Therapiezentrum, Solothurn

offener Projektwettbewerb, 3. Preis

2011

Team Wettbewerb: Sylvie Chervaz, Dionisio Mora (cand.)
Landschaftsarchitektur: Luzius Saurer Landschaftsarchitekt
Bauingenieur: Weber und Brönimann, Bern
Heizung&Lüftung: Meierhans + Partner AG, Schwerzenbach
Visualisierungen: Armon Semadeni Architekten GmbH

Klinik ZKSK

 

Unter Einbezug der städtebaulichen Gesamtkonzeption für den anstehenden Neubau des Bürgerspitals Solothurn, wird die Bauparzelle im Norden des historischen Spitalgebäudes städtebaulich weiterentwickelt. Dabei steht das historische, 1930 auf der Hügelkuppe erbaute Hauptgebäude weiterhin im räumlichen Schwerpunkt der zukünftigen Gesamtanlage und bildet das identitätsstiftende Zentrum, an dem sich alle zukünftigen Nutzer orientieren können und dessen Frontfassade weiterhin das Gesicht des Bürgerspitals in Richtung der Stadt Solothurn bildet.

 

Der projektierte Neubau des Schul- und Therapiezentrums für Körper- und sinnesbehinderte Kinder (ZKSK) bettet sich in das leicht abfallende Gelände am nördlichen Rande der Bauparzelle ein. Durch die von den Spitalgebäuden etwas abgerückte Lage, behauptet das neue Zentrum eine gewisse Selbständigkeit. Für die zukünftigen Nutzer entsteht ein neuer Ort mit eigener Identität, die Bewohner können sich auch über die Ränder der Gesamtanlage hinaus mit dem Wohnquartier und dessen Bevölkerung identifizieren. Das neue Zentrum organisiert sich über drei Geschosse: Im Haupt- und Eingangsgeschoss befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Foyer die Therapiezone mit den dazugehörigen Aussenbereichen. Der Therapiebereich kann mit dem später zu realisierenden Spitalerweiterungsbau (SpE) funktional und räumlich verbunden werden, so dass optimale Synergienutzungen entstehen. In seiner Mitte birgt er die überhohen «Hofräume» Turnhalle/Aula und das Therapiebad.

 

Im Obergeschoss befinden sich die Schulräumlichkeiten der Basis- und Oberstufen. Die räumlich subtil zonierten Schulbereiche werden über eine flexibel nutzbare Erschliessungszone miteinander verbunden. Räumliche Nischen entlang der Fassade erlauben Rückzugsmöglichkeiten und können für unterschiedliche Unterrichtssituationen oder in den Zwischenstunden genutzt werden. Im Sockelgeschoss untergebracht setzen sich die beiden Wohneinheiten räumlich vom Therapie- und Schulbereich ab und erhalten einen eigenen Gebäudeteil, der für die zukünftigen Bewohner eine private Wohnatmosphäre schafft, wenn gleich alle betrieblichen und ökonomischen Vorteile der Integration des Internats in das Gebäude genutzt werden können.