Wohnsiedlung Hornbach, Zürich

Projektwettbewerb mit Präqualifikation, 2. Preis

2012

Bauherrschaft: Liegenschaftsverwaltung der Stadt Zürich
Vertreten durch: Hochbauamt der Stadt Zürich
Programm: 120 Wohnungen, Krippe, Werkhof
GF SIA 416: 20'000 m2
GV SIA 416: 95'000 m3
HNF SIA 416: 15'900m2
Kosten BKP 1-9: ca. 60 Mio.
Labels: Minergie P Eco

Wohnsiedlung Hornbach, Zürich

Projektwettbewerb mit Präqualifikation, 2. Preis

2012

Planergemeinschaft mit: Meier Hug Architekten AG
Team Wettbewerb: Daniel Hediger, Daniel Hässig, Christiane Illing, Bastian Schläpfer (cand.)
Landschaftsarchitektur: Müller Illien, Zürich
Visualisierungen: Maaars Visualisierungen, Zürich

Wohnsiedlung Hornbach

 

Der Stadtkörper zwischen Seefeld- und Bellerivestrasse entwickelte sich in seiner Grundfigur leicht konisch, vom Theaterplatz bis zum Hornbachdelta. Die Nähe zur Innenstadt und die attraktive Grünanlage entlang des Seeufers führten zu einer baulichen Verdichtung des Riesbach-Quartiers, das sich entlang der Bellerivestrasse stellenweise als mondäne Bebauung an der Seefront ausdrückt und im Umfeld der Dufour- und Seefeldstrasse urbane Strassenräume fasst. Die Bebauungstruktur bildet in unmittelbarer Zentrumslage einen dichten Stadtkörper, der im Quartierplan von 1872 begründet ist. Im Bereich zwischen Bellerivestrasse und Seefront behauptete sich – entgegen der beabsichtigten Planungen, die eine klare Hofrandbebauung vorsah – ein Villenquartier. Diese kleinteilige Bebauungstruktur mit herrschaftlichen Villenbauten wird geprägt durch ihre Gartenanlagen und eindrücklichem Baumbestand.

 

Der Verlauf des Hornbachs und die ursprüngliche Mündung in der Nähe der heutigen Fischerstube begründeten die natürliche Landzunge des Zürichhorns. Die beidseits der Hornbachstrasse projektierte Bebauung steht in einem übergeordneten, räumlichen Bezug zur Landzunge und komplettiert die Bebauung des Stadtkörpers. Darüber hinaus kann der Mündungsbereich der Hornbach- in die Bellerivestrasse in seiner Bedeutung als «Stadttor» ausgelegt werden. An dieser Stelle wird der Verlauf der Bellerivestrasse stadteinwärts von einem leicht gekrümmten in einen geradlinig verlaufenden, boulevardähnlichen Strassenraum überführt. Die heutige Bebauungsstruktur im Umfeld der Hornbachstrasse ist entgegen der klaren Hierarchie der Strassenräume sehr unterschiedlich ausgebildet: Einzelgebäude, Gewerbebauten, stattliche Hofrandbebauungen und kleinteilige Zeilenbauten bilden die umliegende Bebauungsstruktur.

 

Vor diesem Hintergrund gilt es im Geviert zwischen Hornbach- und Baurstrasse die heutige stadträumliche Bedeutung als Seefront mit vorgelagertem Grünraum des Zürichhorn zu festigen und die Bebauung entlang der Hornbachstrasse im Sinne der ursprünglichen Planung zu vervollständigen. Die vorgeschlagene Hofrandbebauung formuliert zur Bellerivestrasse einen städtischen Baukörper mit klarem Strassen- und Hofraum. Südlich der Hornbachstrasse erstreckt sich ein fünfgeschossiger, kräftiger Baukörper von der Bellerive- bis zur Dufourstrasse, der gemeinsam mit der gegenüberliegenden Bebauung den prägnanten Strassenraum mit Hornbach und Baumallee fasst. Die vorgeschlagenen Baukörper formulieren urbane Stadträume, komplettieren die Bebauungsstruktur des Seefelds und entsprechen durch ihre architektonische Prägnanz der prominenten Lage.