Volksschule Kirchenfeld

offener Projektwettbewerb, 2. Preis

2013

Bauherrschaft: Stadtbauten Bern
Programm: Kinderkrippe
GF SIA 416: 390 m2
GV SIA 416: 1'650 m3
HNF SIA 416: 300 m2
Kosten BKP 1-9: k.A.

Volksschule Kirchenfeld

offener Projektwettbewerb, 2. Preis

2013

Team Wettbewerb: Helena Briones (cand.), Daniel Hediger
Landschaftsarchitektur: Weber und Brönimann, Bern
Bauingenieur: Weber und Brönimann, Bern
Heizung&Lüftung: Roschi und Partner AG, Bern
Visualisierungen: Nightnurse Images, Zürich

Volksschule Kirchenfeld

 

Das Volksschulhaus Kirchenfeld wurde 1891 vom Architekten Eugen Stettler erbaut. Das Gebäude reiht sich ein in eine Serie öffentlicher Verwaltungsbauten und Schulanlagen im Kirchenfeldquartier. Der Ost-West orientierte Altbau thront erhöht auf einem natürlichen Plateau, das dem vorgelagerten Aussenraum eine weiträumige Sicht auf das Aaretal bis zu den Alpen bietet. In seiner städtebaulichen Positionierung wirkt das Schulgebäude im Sinne des 19. Jahrhunderts monumental repräsentativ und erhebt sich entsprechend aus dem profanen Stadtkörper hervor.

 

Mit der Gesamtsanierung und Erweiterung der Volksschule Kirchenfeld soll diese städtebauliche Akzentuierung des Altbaus gestärkt und dessen räumliche Reserven ausgenutzt werden. Das vorgeschlagene Konzept wird daraufhin ausgelegt, dass alle dem unmittelbaren Schul- und Tagesstättenbetrieb dienenden Räume im Altbau untergebracht werden können und dieser alle Kernnutzungen der zukünftigen Anlage vereint. In Ergänzung wird entlang der Kirchenfeldstrasse ein Neubauvolumen vorgeschlagen, welches komplementäre Nutzungen, die auch ausserhalb der ordentlichen Betriebszeiten gebraucht werden, in sich aufnimmt und die Gesamtanlage zu einem funktionierenden und den zeitgenössischen Ansprüchen entsprechenden Ensemble ergänzt.

 

Der Neubau ordnet sich in das städtische Strassengefüge ein und orientiert sich in selbstverständlicher Weise parallel zum Verlauf der Kirchenfeldstrasse. Im Zusammenspiel mit der Setzung des Altbaus und der präzisen Neuordnung der Umgebungselemente entsteht ein grosszügiger, räumlich gefasster Aussenraum, der das zukünftige Zentrum der Schulanlage wird. Zur Monbjioubrücke hin bildet der in seiner Silhouette verspringende Gebäudekörper einen Brückenkopf aus und reagiert auf die Einbindung des Dalmazirains auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Der Neubau wird soweit als möglich aus vorfabrizierten Betonelementen erstellt. Im Ausdruck nimmt er die klassische dreiteilige Ordnung des Altbaus auf und interpretiert gleichzeitig – über die metallene Materialisierung des obersten Geschosses – die imposanten Dachlandschaften der umgebenden Bauten neu.