Hotel Park- und Seeallee, Heiden

offener Projektwettbewerb, 4. Preis

2013

Bauherrschaft: Gemeinde und Hotel AG, Heiden
Programm: Hotel, Seminarräume
GF SIA 416: 3'000 m2
GV SIA 416: 9'000 m3
HNF SIA 416: 2'100 m2
Kosten BKP 1-9: ca. 7 Mio.

Hotel Park- und Seeallee, Heiden

offener Projektwettbewerb, 4. Preis

2013

Team Wettbewerb: Mélanie Facchinetti, Daniel Hediger, Anouk Trautmann, Estelle Bertholet (cand.)
Landschaftsarchitektur: Robin Winogrond Landschaftsarchitekten, Zürich
Bauingenieur: Synaxis AG, Zürich
Heizung&Lüftung: Meierhans + Partner AG, Schwerzenbach
Bauphysik: Grollimund und Partner, Zürich
Verkehrsplanung: Gruner AG, St.Gallen
Visualisierungen: Nightnurse Images, Armon Semadeni Architekten GmbH

Hotel Park- und Seeallee

 

Als städtebaulicher Auftakt der Seeallee Heiden in Richtung Westen integriert sich das zukünftige Hotel in das vorhandene Ensemble öffentlicher Bauten und Anlagen geprägt von eigenständigem und zeitgenössischem Charakter mit Kongresshaus und Hotel Heiden von Otto Glaus. Im Gegensatz zum Kursaalgebäude steht das Hotel nicht als Objekt im Park, sondern betont mit seiner Setzung entlang der Seeallee den Auftakt zur Promenade. Im Süden zur Poststrasse und zum Pärkli hin zieht sich der Neubau zurück, lässt das Grünvolumen durch und verbindet die übergeordneten Grünräume miteinander. Zur Kurparkseite hin löst sich das Volumen auf und bildet eine markante Parkfassade aus, die die zukünftige Adresse in Richtung Park bildet und dem Neubau ein prägnantes Gesicht verleiht.

 

Ein öffentlich bespieltes Erdgeschoss soll das Hotel Park mit seiner Umgebung eng verknüpfen und auf Wunsch auch der Bevölkerung zugänglich gemacht werden können. Über eine grosszügige Vorhalle gelangt der Besucher in das doppelgeschossige Foyer mit Réception. Dieser Raum bildet das räumliche Zentrum der öffentlich zugänglichen Raumfigur; die Hotelzimmer in den Obergeschossen, die Seminarzone im Piano Nobile, der leicht abgesenkte Frühstücksbereich im Südosten oder die räumlich geschützte Hotelbar im südwestlichen Gebäudeteil sind von hier aus leicht erreichbar.

 

Als Pendant zur öffentlichen Raumfigur im Erdgeschoss werden die Zimmer in den Obergeschossen über eine einfache Erschliessungsfigur mit räumlichen Ausweitungen in Richtung Bodensee und Appenzeller Hügellandschaft erreicht. Die über vier Etagen angeordneten Standardzimmer befinden sich im nordöstlich und südwestlich orientierten Trakt. Die in den drei obersten Geschossen angeordneten Superiorzimmer mit privaten Aussenräumen profitieren von der Ausrichtung zum Bodensee und zum Kurpark. Die Standardzimmer verfügen über einen einfachen, ökonomischen Grundriss und beziehen ihre Attraktivität aus der grosszügigen Befensterung und dem aussenräumlichen Bezug zur Seeallee oder in Richtung Pärkli. Die Superiorzimmer erhalten einen privaten Aussenraum, dessen räumliche Anordnung eine kleine Wohnnische ausbildet, die ausserdem über raumhohe Vorhänge zoniert werden kann. Die verglasten Loggien können über Schiebefenster geschlossen werden und dienen so in Übergangszeiten auch als Aufenthaltsräume für die Feriengäste.