Europaallee Baufeld B, Zürich

offener Projektwettbewerb, 1. Preis ex aequo

2012

Bauherrschaft: SBB Immobilien
Programm: Büro- und Dienstleistungsflächen
GF SIA 416: 17'500 m2
GV SIA 416: 64'000 m3
HNF SIA 416: 13'800 m2
Kosten BKP 1-9: ca. 60 Mio.

Europaallee Baufeld B, Zürich

offener Projektwettbewerb, 1. Preis ex aequo

2012

Team Wettbewerb: Daniel Hediger, Dionisio Mora (cand.), Anouk Trautmann, Katrin Oechslin, Jonas Krieg, Beat Scheu, Marcus Hartmann, José-Luis Macias, Filippo Crivelli (cand.)
Baumanagement: Othmar Brügger, Davos
Landschaftsarchitektur: Müller Illien Landschaftsarchitekten, Zürich
Bauingenieur: Weber + Brönimann AG, Bern
Kostenplanung: E'xact Kostenplanung AG, Bern
Heizung&Lüftung: Meierhans + Partner AG, Schwerzenbach
Sanitärplanung: Gemperle Kussmann GmbH, Basel
Elektroplanung: IBG Graf AG, Winterthur
Fassadenplanung: Mebatech AG, Baden
Bauphysik: CSD Ingenieure, Zürich
Brandschutz: Gruner AG, Zürich
Visualisierungen: Nightnurse Images, Zürich

Europaallee Baufeld B

 

Als vorderster Baustein der neuen Überbauung Europaallee beim Hauptbahnhof Zürich zeichnet sich das Baufeld B durch eine prominente städtebauliche Lage aus und übernimmt eine wichtige Scharnierfunktion zwischen der bestehenden Stadtstruktur und dem im Entstehen begriffenen Quartier entlang den Geleiseanlagen. Das Gebäude auf dem Baufeld B wird zum Gesicht des neuen Stadtteils und hat gleichzeitig zur Aufgabe, diesen auf eine selbstverständliche Art im gewachsenen Stadtkörper zu verankern.

 

Der Neubau Baufeld B gliedert sich in eine langgezogene, zweigeschossige Sockelpartie, mit Detailhandels- und Restaurationsnutzungen, die den Strassenraum der Europaallee fasst und das neue Quartier gegenüber der Bahnhofsnutzung abgrenzt. In den oberen Geschossen befinden sich vornehmlich Büroflächen. Ab dem 4. Obergeschoss teilt sich das Gebäude in zwei Volumen: Der westliche, siebengeschossige Gebäudekörper orientiert sich an den Höhen der Regelüberbauung im Europaquartier und verankert den Neubau in der Stadtstruktur. Das östliche, elfgeschossige Volumen entwickelt sich in die maximal mögliche Höhe von 40 Metern, setzt einen Kontrast zu den horizontal gegliederten Bahnhofsdächern und schafft einen städtebaulichen Akzent in Richtung Europaplatz und Sihlraum. Die volumetrische Zweiteilung unterstreicht auf einer städtebaulichen Ebene die Scharnierfunktion der Parzelle, erlaubt aber auch ein optimales Flächenlayout für die Büronutzungen in den Obergeschossen und unterstützt eine jeweils spezifische Adressbildung der beiden Gebäudeteile.

 

Das Erd- und das Mezzaningeschoss erhalten in der Fassadengliederung eine Massstäblichkeit, die sowohl von den Perrondächern, aber auch vom Postgebäude aufgenommen wird. Im Gegensatz zur ruhigen, klassischen Fassadengliederung des mittleren Gebäudekörpers wird im höheren Gebäudeteil das Volumen über eine verfeinerte Teilung der Fassade subtil inszeniert. Auf diese Weise wird die wichtige städtebauliche Funktion des Neubaus nochmals unterstrichen und dem neuen Gebäude eine eindeutige Identität verliehen, ohne jedoch das städtische Gesamtbild aus dem Gleichgewicht zu bringen.